Islandpferdehof 

Burgwald-Trekking

Unser Reiterhof - Tagebuch 2018

 

15. April 2018

 

Was für ein Wetter! Ausnahmsweise gibt es nichts zu meckern. Wir hatten schon einige Tage Sonne satt und sommerliche Temperaturen. Dazu kam noch etwas Regen und jetzt explodiert die Natur förmlich. Alle Zwei und Vierbeiner haben sich ordentlich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und das tat nach dem schmuddeligen Winter so richtig gut. Am vergangenen Wochenende war es einigen Pferden wahrscheinlich schon zu warm. Zum Glück standen keine längeren Ritte oder andere schweißtreibende Aktivitäten auf dem Programm. Es gab nur einige kleinere Ausritte und etwas Training mit dem Pferde-Nachwuchs. Bei dem guten Wetter werden leider auch die Mücken und Bremsen relativ schnell wieder nerven und daher haben wir an diesem Wochenende bereits einige Ekzemer auf die Weide gestellt.  

Heute haben die Mädels den kleinen Osk wieder aus der Tierklinik geholt. Seine Kastration verlief eigentlich ganz unproblematisch, doch er hat einige Tage danach hohes Fieber bekommen. Daher musste er etwas länger in der Klinik in Gießen bleiben und daher kann er auch nicht direkt wieder auf die Jungpferdeweide. Wir werden ihn erst einmal am Stall unterbringen, wo wir seinen Gesundheitszustand besser kontrollieren können und hoffen, dass er dann in den nächsten ein bis zwei Wochen wieder zu den anderen Jungs auf die Weide kann.  

Ansonsten rüsten wir uns gerade für die diversen Tagesritte, die in den nächsten Wochen auf uns zu kommen und natürlich auch für unsere Jubiläums-Veranstaltungen, mit dem Orientierungsritt Anfang Mai und dem „Tag der offenen Tür“ Anfang Juni. Unser Motto heißt: „Es gibt viel zu tun, packen wir es an“. 


08. April 2018

Heute haben Anna und Wiebke den klein „Osk“ zum Kastrieren nach Gießen gefahren. Eigentlich werden die Junghengste bei uns auf der Weide kastriert, doch beim kleinen Osk ist nur ein Hoden unten und der andere noch im Bauchraum. Daher konnte man die Kastration nicht wie gewohnt durchführen und stattdessen steht ihm eine richtige OP bevor. Damit das Ganze möglichst sanft über die Bühne geht, haben wir uns für eine endoskopische Kastration in der Vet. – Klinik in Gießen entschieden.

Wir sind erleichtert, dass der Transport heute prima geklappt hat. Die beiden Mädels haben eine super Job gemacht und das gute Training im Vorfeld hat sich einmal wieder bezahlt gemacht. Ganz brav hat sich der kleine Osk verladen lassen und auch während der Hängerfahrt stand er wie eine Eins. Als „Anstandsdame“ hat Anna ihren Hildingur mitgenommen und der hat den kleinen Mann ganz souverän bis zu seiner Box in der Klinik begleitet. Neben diversen Großpferden war noch ein weiterer windfarbener Isländer da, der das gleiche Schicksal teilt. Das Personal war in der Klinik sehr nett und wir haben alle ein gutes Gefühl bei der Aktion.

Obwohl wir ihn immer den kleinen Osk nennen, ist er ganz und gar nicht klein, sondern für sein Alter extrem groß. Wir sind sehr froh, dass er bislang nicht die Vorzüge des anderen Geschlechts kennen gelernt hat, sonst hätten wir mit ihm wahrscheinlich richtig Spaß bekommen.

Jetzt drücken dem kleinen Mann die Daumen für die OP am Dienstag. Wenn alles gut geht, können wir ihn am Freitag wieder abholen und dann kann er wieder mit seinen Kumpels auf der Weide toben. 

01. April 2018

Frohe Ostern wünschen wir! Macht Euch ein paar schöne Tage!
Wir haben bereits die erste Woche von den Oster-Reifreizeiten hinter uns gebracht und machen gerade über Ostern eine kleine Verschnaufpause. Wie jedes Jahr stand gestern unser traditioneller Osterausritt inklusive anschließendem Osterfeuer auf dem Programm. Bei super Wetter hatten wir zunächst einen ziemlichen flotten Ritt und später ein stimmungsvolles Osterfeuer bis tief in die Nacht. 
Die erste Woche der Oster-Reitfreizeiten verlief vollkommen unproblematisch. Dank der super netten Ferienkinder und unserer sehr guten Betreuerin Sonja hatten alle eine sehr schöne Woche. 
Vor 14 Tagen war es noch einmal richtig kalt gewesen. Nachdem wir schon ein paar frühlingshafte Tage mit angenehmen Temperaturen und viel Sonne hatten, war der erneute Kälteeinbruch richtig gemein. Zum Glück haben wir inzwischen wieder frühlingshafte Temperaturen und es bleibt zu hoffen, dass es nur ein letztes Aufbäumen des Winters war. Die wenigen milden Tage der letzten Wochen haben unser Dorf schon aus dem Winterschlaf gerissen. Überall sind die Leute in ihren Gärten am werken und man kann spielende Kinder hören. Bei uns hat das frühlinghafte Wetter bereits die Vorbereitungen für die kommende Weidesaison in den Focus gerückt. Wie immer müssen die Zäune gerichtet und abgebrochene Äste beseitigt werden. Für die Reparaturen an unseren Zäunen werden wir in Kürze angespitzte Eichenposten mit unserem Pferdeanhänger holen. Sie sehen zwar ein bisschen rustikal aus, sollten aber in Kombination mit unseren T-Pfosten aus Stahl sehr langlebige Zäune ergeben. 
Vor ein paar Tagen haben wir eine schöne Karte von dem Wanderreiter „Hans Watzel“ bekommen, Er war im vergangenen Jahr mit seinen beiden Isländern von Wassermungenau nach Münster geritten, um dort seine Enkel mit den Pferden von der Schule abzuholen. Bei diesem Ritt hat er bei uns ein paar Tage Quartier gemacht. Seine ganze Aktion ging durch die Presse und auch durchs Fernsehen. Genauso sorgfältig und bedacht wie seine Karte und die netten Zeilen, war auch die gesamte Aktion. Ein guter Mann!!! Von so einer Tour, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Pferd, träumen wahrscheinlich viele. Einfach mal in die Büsche schlagen wäre für viele ein Traum. Das Ganze in die Tat umzusetzen ist alleine schon aufgrund unserer beruflichen und familiären Verpflichtungen sehr schwierig. Vor ein paar Jahren waren die Mädels vom Stall alle zusammen bei einem Vortrag von Günther Wamser über seinen 20 000 Kilometer-Ritt von Feuerland nach Alaska. Inspiriert von den interessanten Erzählungen und den tollen Bildern, wären die Mädels am liebsten direkt zu einem Langstreckenritt aufgebrochen. Kurzfristig war sogar ein Ritt zur Nordsee in Planung. Doch so ein Projekt war nicht realisierbar und wir sind schon froh, wenn wir wenigstens einen 2-Tagesritt im Jahr gemeinsam absolvieren können. 
Ansonsten rüsten wir uns gerade für die kommende Saison. Kurzfristig müssen wir jetzt erst einmal die Oster-Reitfreizeiten hinter uns bringen und dann beginnt allmählich die Wanderreitsaison. Daher haben wir schon im Gästehaus eine Art von „Frühlingsputz“ hinter uns gebracht und auch an der Reitanlage gab es am vergangenen Wochenende eine ähnliche Aktion geben. Langfristig arbeiten wir auch schon an den Vorbereitungen für unsere Jubiläumsveranstaltungen. Mit großem Eifer und viel Spaß üben die Mädels an den Wochenenden schon fleißig für das Schauprogramm. Schließlich soll alles wie am Schnürchen laufen und bedarf daher einer guten Vorbereitung. Schaun mer mal!

12. März 2018 

Was für ein Wetter! Erst war es ganz schön kalt und jetzt ist es ganz schön warm. Sorgenvoll beobachten wir unsere Pferde, denn bei so einem Wetterumschwung könnte es Koliken geben. Bislang geht es den Pferden aber bestens. Bestens ging es den Pferden auch während der ca. drei wöchigen frostigen Phase im Februar. Da die Böden gefroren waren, konnten wir sie jeden Tag auf die Ausläufe stellen, wo sie ausgiebig gespielt und getobt haben. Während die Pferde das Wetter sichtlich genossen haben, hatten wir mit der Versorgung unserer 60 Pferde ganz ordentlich zu tun. Natürlich war überall das Wasser eingefroren und das hat uns ganz schön auf Trab gehalten. In der der letzten Woche war es dann so kalt, dass der Reitbetreib ziemlich zum Erliegen gekommen ist. Sogar unsere Mädels vom Stall, die eigentlich bei jedem Wetter reiten, haben bei der extremen Kälte gestreikt und im Wesentlichen nur Bodenarbeit mit den Pferden gemacht. 

Bei der Kälteperiode der letzten Wochen hatten unsere zahlreichen Pferdedecken einen Großeinsatz. Einige alte Isländer und die diversen Großpferde mußten wir mit warmen Winterdecken einpacken. Unsere größte Frostbeule „OMAR“ (ein 38 Jahre alter Araber) hatte teilweise eine Abschwitzdecke und zwei gefütterte Winterdecken übereinander an und damit ging es dann so einigermaßen. In diesem Winter haben wir sehr viele Highneck-Decken eingesetzt und waren sehr zufrieden damit. Nicht nur das sie die Pferde ordentlich warm einpacken, sie scheuern an der Brust nicht so wie die normalen Decken. 
Inzwischen ist bei uns wieder alles aufgetaut und schon sind die Ausläufe wieder matschig und aufgeweicht. Insgesamt hat der ungemütliche Winter auf unseren Weiden und Ausläufen Spuren hinterlassen und wir werden einiges nachsäen müssen. Hoffentlich regnet es in den nächsten Tagen nicht so viel, damit alles endlich mal abtrocknen kann. Schaun mer mal!

26. Februar 2018

Am Freitag haben wir unsere alte Flugsvinn eingeschläfert. Sie ist 35 Jahre alt geworden. Als Absetzer haben wir sie vor vielen Jahren für zwei Islandpullover gekauft. Über einen langen Zeitraum war sie ein starkes und verlässliches Schulpferd, das wir in unseren Schulbetrieb und bei Wanderritten eingesetzt haben.  Seit 2006 hat sie bei uns ihr Gnadenbrot bekommen.  In den Sommermonaten stand sie immer auf der Weide und im Winter an unserer Reitanlage. In den letzten Jahren hat sie mit dem kleinen Islandwallach Elis noch einen treuen Freund gefunden. Ansonsten gehörten Gandur, Lettir, Hjörtur und Snerrir zu ihrer „Rentner-Herde“. 34 Jahre hat sie auf unserem Hof gelebt und natürlich fehlt da was, wenn man jetzt zum Stall kommt. 
Im Prinzip war sie noch richtig gut in Schuss und daher viel es dem Tierarzt und uns sehr schwer sie einzuschläfern. Sie wollte Leben und hat dafür gekämpft. Es war sehr traurig. Leider waren ihre Beine im Alter steif geworden und sie hatte mit Arthrose zu kämpfen. Besonders problematisch waren ihre Hinterbeine. Daher hat sie sich in den letzten Wochen zweimal festgelegt und ist nur mit unserer Hilfe wieder auf die Beine gekommen. Am Freitag haben wir es trotz intensiver Bemühungen nicht mehr geschafft, sie auf ihre Beine zu stellen. Da man auch in Zukunft keine gesundheitliche Verbesserung bei ihr erwarten konnte, mussten wir sie einschläfern. Der Tierarzt Dr. Grasemann aus Michelbach hat insgesamt bei der ganzen Behandlung einen verdammt guten Job gemacht und sie dann schließlich ganz sanft eingeschläfert. Sie ist also zu Hause in ihrem eigenen Stall ganz friedlich eingeschlafen und das wünscht man jedem Pferd. In der Vergangenheit gab es in ähnlichen Situationen leider auch weniger souveräne Auftritte von Tierärzten und deshalb wissen wir seine gute Arbeit sehr zu schätzen. 
Solche unerfreulichen Tage gab es in den letzten 50 Jahren leider immer wieder. Da wir schon lange unsere alten Schulpferde bis zu ihrem Tod behalten und auch fremde Gnadenbrotpferde aufnehmen, sterben auf unserem Hof immer wieder Pferde und das ist für das gesamte Team immer ein schwerer Gang. Es gab schon viele dramatische und herzergreifende Aktionen mit alten Pferden und es mussten schon viele schwere Entscheidungen über Leben und Tod gefällt werden. Gemeinsam haben wir schon viele Pferde mit dem Schlepper aus dem Stall gezogen, was nicht gerade eine Sternstunde für jeden Pferdeliebhaber/in ist und so manche Aktion mitgemacht, für die man ordentlich Arsch in der Hose gebraucht hat. Doch es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir unsere Pferde bis zu Ihrem Tod behalten und daher gehen wir diesen Weg gerne mit unseren Pferden. Wir freuen uns, wenn sie einen schönen Lebensabend auf unserem Hof haben und drücken uns nicht um die Verantwortung, wenn es dem Ende entgegen geht. Mit einer ordentlichen Portion Idealismus und einem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand, kümmert sich das gesamte Team um unsere Oldies und  der beachtliche Publikumsverkehr auf unserem Hof kann jederzeit bestätigen, in welchem sehr guten Zustand unser gesamter Bestand an Oldies ist. 
Meine Schwester ist immer wenig begeistert, wenn ich hier von toten Pferden berichte. Ich denke aber, dass sie es verdient haben, dass man sich an sie erinnert und daher werde ich in den kommenden Wochen immer wieder ein paar Zeilen über die Lebensgeschichte unserer Oldies schreiben.  
Unsere Flugsvinn hatten auf jeden Fall ein sehr schönes und langes Leben bei uns!!! 
Mach‘s gut kleine Flugsvinn, die Zeit war schön mit dir. 


19. Februar 2018

Ich darf wieder reiten, bin ich froh!!! Seit rund 14 Tagen sitze ich wieder im Sattel und es geht schon ganz gut. Größere Aktionen gehen zwar noch nicht, es sind allerdings auch keine geplant. Nach unserem Winterschläfchen sind die Pferde noch nicht so fit und somit müssen wir erst mal keine Brötchen backen. Momentan sind wir daher bemüht, den Trainingsrückstand bei den Pferden zu verringern. Eigentlich wollten wir mit unseren Pferden im Winter ein lockeres Ausgleichtraining mit gemütlichen Ausritten und vielen gymnastizierenden Einheiten machen. Außerdem war geplant, an ein paar „Baustellen“ zu arbeiten, denn so eine Saison geht nicht spurlos an den Pferden vorbei und mit ein paar neuen Impulsen und Inhalten den Horizont von unseren Vierbeiner zu erweitern. Doch das Sauwetter und mein Ausfall haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und daher müssen wir noch einiges nachholen. Bei Sturm, Regen, Schnee und total aufgeweichten oder tiefgefrorenen Böden, auf dem Reitplatz und im Gelände, ist das allerdings gar nicht so einfach. Immerhin gab es beim Orkan vor kurzem keine Schäden, das ist schon mal beruhigend, doch der Reitbetrieb kommt bei so extremen Bedingungen leider total zum Erliegen. In der Regel nutzen wir die gewonne Zeit für Reparatur- und Renovierungsarbeiten. Momentan toben wir uns in unserem Gästehaus mit Streicharbeiten aus und an der Reitanlage arbeiten wir an neuen Raufen. Nebenbei sitzen wir jeden Tag viele Stunden am Computer. Neben dem normalen „Wahnsinn“ tüfteln wir noch immer an unseren Terminen. Zum einen sind bereits einzelne Ritte ausgebucht und daher mußten wir noch weitere Ersatztermine finden und zum anderen haben wir noch an den Terminen für unsere Jubiläumsveranstaltungen gearbeitet. Bislang planen wir unseren Burgwald-Trekking-Wanderreitcup 2018 am 06. Mai 2018 und einen „Tag der offenen Tür“ am 02. Juni 2018 durchzuführen. Bei unserem Wanderreit-Cup soll es einen Orientierungsritt und einen Trailparcours geben und beim „Tag der offenen Tür“ sind ein Schauprogramm und eine Hausmesse von unserer „Wanderreit-Truhe“ in Planung. Weitere Infos zu den beiden Veranstaltungen findet Ihr/Sie auf unserer Homepage auf der Seite „Termine 2018/Unsere Veranstaltungen“.

Geburtstagsmäßig habe ich schon vor ein paar Tagen vorgelegt und meinen 50 Geburtstag gefeiert. Meine Freunde/innen haben mir mit einer Überraschungsparty und einer Reise nach Island ein ganz  besonderes Geschenk gemacht. Eigentlich wollte ich meinen 50 Geburtstag ganz gemütlich im kleinen Rahmen feiern, doch es kam dann anders als erwartet. Vormittags wollte ich ein Läufchen machen und nachmittags einen Ausritt. Das Ganze sollte dann in einen gemütlichen Kaffeeklatsch mit den Mädels vom Stall und der Familie übergehen. Das es dann eine riesige Party gibt und die mich dann auch noch nach Island schicken, war dann der absolute Hammer. Nachdem ich mich von dem ersten Schock erholt hatte, habe ich mich natürlich wahnsinnig über die schöne Feier und das tolle Geschenk gefreut. DANKESCHÖN noch einmal dafür!!!

Ich werde berichten, wie es in Island gewesen ist. 


01. Januar 2018

Ein frohes neues Jahr wünschen wir und hoffen, dass ihr gut reingerutscht seid.

Bei uns ist der Jahreswechsel halbwegs problemlos über die Bühne gegangen, doch das Ganze ist bei uns immer mit gemischten Gefühlen verbunden. Die Zeiten, in denen es große Sylvesterpartys in unserem Gästehaus gab, sind lange vorüber. Jetzt überwiegt die Sorge, dass es durch das Feuerwerk Probleme bei unseren Vierbeinern geben könnte. Eigentlich hält sich das Feuerwerk in unserem kleinen Dorf noch in Grenzen, doch es gibt auch bei uns einige „Feuerwerk-Fans“ und die Nerven ganz gewaltig. Daher gibt es bei uns zunächst ein gemütliches Abendessen und dann kümmern wir uns um unsere Pferde.  In der Regel werden überall die Lichter angemacht und es gibt zur Beruhigung einen Mitternachtssnack. Außerdem versuchen wir tagsüber möglichst alle Pferde zu bewegen, damit sie sich schon im Vorfeld ein bisschen ausgetobt haben. Dann kann man nur abwarten und hoffen, dass sie in Panik keine Zäune abräumen oder sich Stall- und Boxenabtrennungen irgendwie verletzen. Der Großteil der Pferde bleibt in der Regel relativ gelassen, nur einige spezielle Kandidaten machen uns jedes Jahr Sorgen und daher sind wir mit ein paar Mädels immer um Mitternacht am Stall. In diesem Jahr waren Franzi, Geli und ich das Team am Stall. Anna und Elsa waren außerdem noch unsere Telefonjoker, sollten es größere Probleme geben. An der Reitanlage mußten wir uns dann nur um ein paar panische Oldies kümmern und einen sogar aufhalftern und festhalten. Etwas problematischer war es dann schon bei unseren Zuchtpferden am Haus. Dort hatten es unsere beiden Hengste Hjalti und Alvitur  sowie diverse Zuchtstuten mit den rauschenden Sylvesterpartys unserer Nachbarn zu tun und damit natürlich auch mit einem Dauerbeschuss beim Feuerwerk. Das Resultat von dem Terror waren zerlegte Zäune und eine Fusion von den beiden Herden. Zum Glück blieben alle Pferde unverletzt und auch die Hengste haben sich nicht die Köpfe eingeschlagen.  Nachts um 2 Uhr haben wir noch Zäune repariert und die Herden wieder getrennt.

Ja, da waren wir schon stinksauer und genervt. Das man sich einfach ein paar Meter von den Pferden entfernt und da sein Feuerwerk abfeuert, ist leider offensichtlich nicht möglich. Schade eigentlich, da werden die Prioritäten wo anders gelegt.

Nach dem etwas holprigen Einstand ins neue Jahr, geht es hoffentlich etwas entspannter weiter. Schaun mer mal!