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Reiterhof-Tagebuch

Montag, 13. Juni 2011 - 22:05 Uhr
Apassionata, Futterkatastrophe und Hormone

Apassionata, Futterkatastrophe und Hormone

Nachdem ich lange nichts ins Tagebuch geschrieben habe, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Da es bei uns eigentlich täglich drunter und drüber geht, gibt es immer so viel zu berichten und meistens bleibt dann keine Zeit und keine Energie mehr, um Euch davon zu berichten.

Das ganze Frühjahr beschäftigt uns schon das große „Futterproblem“. Zunächst waren wir alle ganz begeistert, dass sich der extrem harte Winter, viel Schnee und – 20 C° an der Reitanlage, so schnell verkrümelt hat und wir ziemlich früh Pferde auf die Weiden stellen konnten. Doch dann hat es einfach nicht mehr geregnet und jetzt gibt es kein Futter mehr zu kaufen und es wächst zu wenig auf unseren Weiden und Wiesen. Eigentlich haben Holger und Ich mit je ca. 20 ha Grünlang genug Flächen, um unsere Pferde zu ernähren, aber in diesem Jahr wird es sehr eng werden. Daher habe ich bereits mit diversen Bauern gesprochen und schon alles, was sie entbehren können, reservieren lassen.

Momentan strecke ich das Gras mit gutem Stroh und versuche möglichst viele Pferde auf die Weiden zu stellen. Das heißt, dass nur noch einige Schulpferde und kranke oder alte Pferde an der Reitanlage sind.

Der kommende Winter treibt mir schon den Angstschweiß auf die Stirn, aber ich hoffe natürlich, dass es in den nächsten Wochen möglichst viel Regen gibt und das sich die Lage wieder etwas entspannt.

An der Reitanlage war in den letzten Woche hormoneller Notstand. Die zwei Hengste Höski und Hattur und zwei spätkastrierte Wallache waren vollkommen aus dem Häuschen, weil die zahlreichen Stuten ziemlich rossig waren. Zum Glück liegt die Reitanlage am Ortsrand, sonst hätte es mit Sicherheit Ärger mit den Nachbarn gegeben.
Ich bin auf jeden Fall froh über unsere stabilen Boxen und Ställe und kann Euch nur berichten, dass ein dreireihiger E-Zaun für einen hormongesteuerten Hengst kein Problem ist und selbst wenn der Hengst in seiner Behausung bleibt, dann werden die „mannstollen“ Stuten einen Weg finden. Daher bin ich froh über jedes Panel, dass ich in den letzten Jahren gekauft habe und es werden mit Sicherheit noch einige folgen.

Am 20.04 haben wir mit 18 Personen eine Fahrt nach Apassionata gemacht. Nachdem wir uns das Ganze bereits vor zwei Jahren in Frankfurt angeschaut haben, sind wir in diesem Jahr mit vier Autos nach Kassel gefahren.
Gegen die Festhalle in Frakfurt, ist die Eisporthalle in Kassel natürlich ziemlich klein, aber dafür sitzt man viel dichter am Geschehen.
Obwohl es auch diesmal keine größeren Überraschungen gab, waren die Vorführungen schön anzusehen und unseren Isländer haben sich wie immer gut präsentiert. Allerdings würde ich mir wünschen, dass das Islandpferd in seiner Vielseitigkeit gezeigt wird und nicht nur zwei bis drei Runden im Tölt, mit Wunderkerzen an den Hufen.
Die übergeordnete Geschichte, die die einzelnen Schaubilder verbinden sollte, konnte man wie bereits vor zwei Jahren, nur schwer nachvollziehen. Da war der Zauberwald schon was anderes.
Insgesamt hatten wir aber einen schönen Abend und haben uns schon Ideen für unser Schauprogramm beim "Tag der offenen Stalltür" im September und für das Weihnachtsreiten im Dezember geholt.

Sonntag, 18. April 2010 - 20:14 Uhr
Schermaschine im Dauereinsatz, Weideauftrieb und Amazon

So, die Osterferien sind abgehackt und es wird ganz und gar nicht ruhiger bei uns. Unsere Schermaschine hatte schon einen „Dauereinsatz“,denn Sie hat nicht nur den Großteil der Pferde geschoren, sondern auch meinem Hund den Bauch frei geschnitten. Natürlich habe ich auch schon wieder einige Pferde beschlagen und den Zuchtstuten am Haus die Hufe ausgeschnitten. Die „Beschlagerei“ ist irgendwie eine unendliche Geschichte. Wenn ich alle Hufe ordentlich habe, kann ich wieder vor vorne anfangen.

In Kürze wird es bei uns auch schon wieder eine Wurmkur geben. Unsere „Frühjahrswurmkur“ machen wir immer mit dem Weideauftrieb im Mai und das heißt, dass ich mir schon wieder Gedanken über eine möglichst kostengünstige Variante machen muß.

In den letzten Tagen habe ich mich arbeitsmäßig auf unsere Weiden konzentriert. Bei unseren Jungpferden in Untersimtshausen war die Rundballenraufe total kaputt und die habe ich am Samstag repariert und an die Hütte versetzt. Jetzt kann man sie ohne Probleme vom Weg aus mit Rundballen bestücken und sie ist durch die große Weidehütte wesentlich geschützter vor Sturm und Regen.
Eine große Baustelle ist die große Weide am Haus. Bis die Fohlen im Mai zur Welt kommen, müssen die Weidehütten noch komplett ausgemistet und die Zäune repariert werden. Wie jedes Jahr ist der eine oder andere Pfosten abgefault und am Waldrand hat ein großer Ast den Zaun komplett zerlegt.
Ein weiteres Projekt ist der Umbau der großen Weidehütte am Haus. Sie ist so groß, dass wir ohne Probleme dort zwei Boxen einbauen können und die anderen Pferde dann immer noch Platz zum Unterstellen haben.
Eine Box brauche ich für die Stuten mit Fohlen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es sinnvoll und äußerst beruhigend ist, wenn man die Fohlen mit ihren Müttern die ersten Nächte in ein Box sperrt. Somit kann dem Fohlen nichts passieren. Es kann nachts nicht im Zaun hängen bleiben oder aus der Weide rollen. Das kann nämlich durchaus passieren und wenn das Fohlen einige Stunden von seiner Mutter getrennt ist, gibt es gewaltige Probleme.
Bei der Beschaffenheit der Box muß man sich aber auch viele Gedanken machen, damit den Kleinen auch in der Box nichts passiert. Die Umrandung muß gut durchdacht werden, da die Fohlen sich ständig hinlegen und sich unter Stangen und Balken festlegen könnten.
Ihr seht, dass es bei der Fohlenaufzucht viel zu bedenken gibt und ich werde Euch in den nächsten Wochen von unseren Aktivitäten rund um unseren Nachwuchs berichten.

Die zweite Box ist für unseren Draumur. Er muß bei den Mahlzeiten immer eingesperrt werden, damit er seinen Futterbrei in Ruhe fressen kann.

Gestern habe ich den Einsteigertag für die Reitkurse hinter mich gebracht und nachmittags eine Töltstunde auf der Ovalbahn gegeben. Bei strahlendem Sonnenschein liefen die Pferde super und somit war die Stimmung natürlich entsprechend.
Ansonsten trainieren meine Mädels von Stall schon kräftig für unser Turnier im Juni. Einige starten mit ihren eigenen Pferden und andere mit unseren Schulpferden.
Am Freitag den 30. April haben wir um 18.00 Uhr das nächste Helfertreffen an unserer Reitanlage und natürlich freuen wir uns über jeden, der uns in irgendeiner Form helfen kann.
Natürlich laufen die Vorbereitungen für das Turnier schon auf Hochtouren und die ersten Anmeldungen sind auch schon eingetroffen. Ich fürchte, dass es gewaltig rund gehen wird bei unseren Turnier und das heißt, dass da viel Arbeit auf uns zu kommt.

Heute hatte ich einen Tagesritt. Bei sommerlichen Temperaturen habe ich eine lockere Strecke ausgesucht, die über die Felder führte und nicht so anstrengend gewesen sein sollte. Die Pferde waren trotzdem ganz schön geschwitzt und meine 6 Reiterinnen hatten beim abschließenden Kaffee und Kuchen einen gewaltigen Sonnenbrand.

Jetzt sitze ich am Computer und muß mich noch um unsere „Wanderreit-Truhe“ kümmern. Neben unserem eigentlichen Internetshop, haben wir jetzt auch noch zwei weitere Shops, den einen bei Ebay und den anderen bei Amazon.
Amazon hatte mich Ende Januar angerufen, ob wir unsere Artikel bei Ihnen verkaufen wollen und jetzt sind wir auch dort dabei.
Für mich heißt das, dass ich mindestens dreimal am Tag unsere Shops nach Bestellungen oder Anfragen durchforste und mein Vater viele Pakete packen muß.

So, jetzt mache ich Feierabend und werde mir einen Abend am Fernseher gönnen.

Freitag, 2. April 2010 - 19:51 Uhr
Neue Stallungen, Osterferien und Videos

Die erste Woche neigt sich dem Ende entgegen und die Vorbereitungen für unser traditionelles Osterfeuer laufen schon auf Hochtouren. Schon die ganze Woche haben wir mit den winterlichen Temperaturen und dem stürmischen Wind zu kämpfen und das Wetter wird sich wohl bis zum Osterwochenende nicht ändern. Daher haben wir auch das Osterfeuer vom „Heideküppel“ an die Reitanlage verlegt, wo wir unser bei extrem schlechten Wetter ins Reiterstübchen flüchten können. Da wir aber auf das Feuer auf dem „Heideküppel“ nicht ganz verzichten wollen, planen wir dort dann ein „Maifeuer“ zu machen.

Die Oster-Reitfreizeit verlief bisher völlig unproblematisch. Unsere beiden Haustöchter Anja und Steffi machen einen sehr guten Job und die Gäste sind auch sehr nett. Vormittags reite ich mit den Jugendlichen und nachmittags mit den Erwachsenen.
Wie jedes Jahr sind die Pferde im Frühjahr ganz schön munter und der starke Wind heizt das Ganze auch noch an. Trotzdem haben wir nur die ersten Tage in der Halle geritten und machen jetzt jeden Tag 2-stündige Ausritte. Für die Mädchen ist das alles völliges Neuland. Sie haben bisher fast ausschließlich in der Halle geritten und einige haben auch schon schlechte Erfahrungen beim Reiten gemacht. Daher müssen unsere Schulpferde einen besonders guten Job machen und die Mädchen trotz Sturmböen und winterlichen Temperaturen sicher durchs Gelände tragen.

Ganz nebenbei habe ich mich noch um ein anderes Problem gekümmert. Unser Stall ist mit 70 Pferde hoffnungslos überbelegt. 20 Pferde mussten wir diesen Winter schon „auslagern“ und Einsteller konnten wir gar keine mehr aufnehmen. Momentan könnte ich noch nicht einmal ein Pferd in unserem Stall unterbringen. Daher suchen wir schon seit Monaten nach einer Lösung. Ich habe mir schon Bauernhöfe angeschaut und Angebote für einen Neubau zusenden lassen. Jetzt haben wir aber eine ganz einfache Lösung gefunden. Ich habe jetzt die Möglichkeit meine Einsteller bei unserem Nachbarn, also im Stall von meinem Bruder Holger, unterzustellen. Dazu habe ich einfach einen Teil von seinen Stallungen gemietet und somit ist Platz für weitere 15 Pferde entstanden.
Außerdem steht die Weidesaison in den Startlöchern und dann bekommen wir wieder etwas „Luft“ an der Reitanlage.

Der Frühjahrsputz, den meine Privatis und ich vergangenes Wochenende gemacht haben, war einmal wieder richtig nett. Erst haben wir alles sauber gemacht und dann gab es noch einen Kaffeeklatsch im Reiterstübchen. Bei der Gelegenheit haben wir ein paar Termine (Osterfeuer, 1. Mai-Ritt + Grillparty, Turniervorbereitungskurs an Pfingsten, Turnier im Juni) durchgesprochen und zukünftige Projekte (Verladetraining, Trainingspläne für Pferde etc.) geplant. Einige Bilder von unserem Frühjahrsputz und einige Winterbilder findet Ihr unter http://www.burgwald-trekking.de/ueberuns/bilder/0330849aab12c5001.html
Außerdem gibt es ab der nächsten Woche kleine Videos von unserem Hof auf der Homepage. Ihr könnt sie dann unter der Rubrik „Über uns/Videos“ finden.

So jetzt muß ich mich beeilen, denn die Ferienkinder warten schon auf mich. Heute ist ihr letzter Abend und da sollen noch ein paar Ostereier angemahlt werden. Außerdem stehen noch diverse Spiele und ein flottes Tänzchen auf dem Programm.

Freitag, 26. März 2010 - 21:43 Uhr
2 Todesfälle, ein gebrochenes Hundebein und eine Umgehungsstraße

So, da bin ich wieder!!!
Ihr müsst mir keine Mails mehr mit der Frage schicken, was denn los ist. Wir leben noch und unsere Vierbeiner sind ebenfalls gesund und munter. Es gab nur ganz schrecklich viel zu tun und ich bin inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht nur am Stall eine zusätzliche Arbeitskraft brauche, sondern auch noch jemanden für die Büroarbeit.
Natürlich ist in den letzten Wochen ganz viel passiert und ich versuche das Ganze kurz abzuarbeiten.

Nach einem äußerst nassen Herbst haben wir uns mit 70 Pferden durch einen extrem kalten und harten Winter gekämpft. Oft hatten wir –20° C an der Reitanlage und außerdem lag extrem viel Schnee. Für die Pferde war der Winter aber total super. Es gab keine matschigen Ausläufe uns sie konnten jeden Tag ausgiebig im Schnee spielen.
Der Reitunterricht ist ziemlich zum erliegen gekommen. Vielen Kindern war es einfach zu kalt und sie haben eine „Winterpause“ eingelegt. Nur meine Erwachsenen und meine Einsteller haben durchgehalten und wir hatten absolut tolle Ausritte im Schnee.
Natürlich waren alle Wasserleitungen und Wasserfässer eingefroren und somit mussten alle 70 Pferde und meine 6 Schweine mit Eimern und Schläuchen versorgt werden. Diese „Wasserschlacht“ ist für uns eigentlich nichts neues und sie haben mir schon oft in den Wintermonaten dabei geholfen. Es ist aber schon etwas anderes, wenn man bei – 20°C und kälter die Verantwortung für die gesamte Anlage inklusive Vierbeiner hat.
Natürlich haben wir uns schon viele Gedanken über eine Nachrüstung unserer Stallanlage mit frostsicheren Tränken gemacht und ich habe schon einen ganzen Schuhkarton mit Prospekten von diversen Anbietern gesammelt, aber das Ganze wäre ziemlich teuer und ganz schön aufwendig.

Gerade an dem ersten Wochenende (kurz vor Weihnachten), an dem es auf unserer Reitanlage bis zu – 22°C kalt war, hatte ich eine Fortbildung mit dem Thema „Unfallverhütung im Reitsport“. Trotz einem spitzenmäßigen Hotel, netten Kursteilnehmern/innen und einer souveränen Kursleitung hatte ich keine ruhige Minute. Zu groß war die Sorge um meine Zwei- und Vierbeiner zu Hause. Im Prinzip war diese Sorge aber unbegründet. Meine Mädels am Stall hatten alles unter Kontrolle und somit haben alle Vierbeiner die extreme Kälte ohne größere Komplikationen überstanden.

Leider muß ich Euch aber auch von zwei Todesfällen unter unseren Vierbeinern berichten. Im Alter von 39 Jahren mussten wir unseren Floki einschläfern lassen und auch für unser Hausschwein „Svini“ gab es keine Rettung mehr. Während Floki ein langes Leben hatte und die letzten Jahre in unserem alten Zuchthengst „Draumur“ einen guten Freund gefunden hatte, ist unser Schwein „Svini“ nur zwei Jahre alt geworden und schließlich sehr einsam und jämmerlich eingegangen. Obwohl unser „Schweinetierarzt“ uns erklärt hat, dass wir gegen den genetischen Defekt unserer Schweine nichts machen können, fällt es mir schwer, ihnen beim Sterben zu zuschauen und in Svinis speziellen Fall, muß ich mich fragen, ob wir ihn nicht besser als kleines Ferkel hätten sterben lassen sollen.
Floki war dagegen in den letzten Jahren immer gesund gewesen und daher habe ich mir auch gleich große Sorgen gemacht, als es ihm relativ kurzfristig ziemlich schlecht ging. Erst hatte er gelben Nasenausfluss aus einer Nüster. Dann wurde es trotz Behandlung immer schlimmer und schließlich kam der Ausfluss aus beiden Nasenlöchern. Sein Allgemeinzustand wurde auch relativ schnell immer schlechter und schließlich hat er auch nicht mehr gefressen. Worüber ich mich dann gewundert habe, war sein extrem dreckiger Kopf. Später stellte sich dann heraus, dass er Anfälle hatte und dabei mit seinem Kopf auf dem Boden hin und her schlug. Der Tierarzt hat ihn dann sofort eingeschläfert und wir waren einerseits traurig und andererseits auch erleichtert, weil er von seinen Qualen erlöst wurde.
Jetzt haben wir einen ganz einsamen und traurigen Draumur am Haus stehen, der inzwischen auch schon eine schwere Kolik hatte und das Ganze nur ganz knapp überlebt hat. Damit er nicht so einsam ist, haben wir die beiden Stuten Blesa und Hufa zu ihm gestellt und es bleibt zu hoffen, dass er sich jetzt im Frühjahr wieder etwas erholt.

Eine „Unendliche Geschichte“ ist das gebrochene Hinterbein von meinem Hund Snotri. Nachdem ihm ein Pferd im November auf den Fuß getreten hat, musste er schon zweimal operiert werden und die Wunde heilt erst jetzt so richtig zu.
Seit Anfang November renne ich alle 2 – 3 Tage zu irgendwelchen Tierärzten und was das Ganze gekostet darf ich erst gar nicht erzählen.

Große Sorgen haben uns die diversen Protestaktionen wegen der Umgehungsstraße gemacht. Sie würde nur wenige hundert Meter hinter unserer Reitanlage verlaufen und das wäre natürlich äußerst unschön für uns.
Zwischenzeitlich habe ich ernsthaft in Erwägung gezogen, den Betrieb auf die andere Seite vom Dorf zum Gästehaus umzusiedeln. Da wir ja auch schon seit vielen Jahren Ärger wegen der Lage der Reitanlage im Wasserschutzgebiet haben, gab es für dieses Projekt viele Fürsprecher.
Inzwischen hat sich die Lage aber wieder etwas entspannt und wann die Umgehungsstraße jetzt wirklich gebaut wird ist unklar. Außerdem arbeiten wir jetzt wieder völlig unproblematisch mit Holger und Sandra zusammen und haben große Pläne. Daher sind die Pläne für eine neue Reitanlage erst einmal auf Eis gelegt und wenn wir noch etwas Bauen, dann wird es wohl am jetzigen Standort sein.

So, was gibt es sonst noch zu berichten?

Der Hengst „Hildingur“ wurde kastriert, weil ich die Zucht erst einmal einstellen möchte. (70 Pferde reichen, oder?) Hattur und Alvitur werden in den nächsten Wochen folgen.

Bei der Winterwurmkur habe ich in diesem Jahr erstmals Eraquell – Tabletten eingesetzt und das Ganze war nicht nur sehr billig, sondern auch ziemlich praktisch. Die meisten Pferde haben die Tabletten wie Leckerli gefressen. Einigen habe ich sie in ein Stück Brot gesteckt und dann haben sie die Tabletten ohne Probleme gefressen. Eine tolle Sache!!!

Morgen mache ich mit meinen Einstellern einen „Frühjahrsputz“ mit anschließendem Kaffeeklatsch. Sie haben mir in den letzten Monaten sehr viel geholfen und ich bin schon ein bisschen stolz auf unsere tolle Stallgemeinschaft. Da ich ein ziemlicher „Einzelkämpfer“ bin, ist es für mich sehr beruhigend, dass sie im Notfall alle mithelfen.

Übermorgen starten bei uns die Osterferien und die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren. Das Gästehaus ist startklar, die Einkäufe gemacht und unsere Vierbeiner scharen schon mit den Hufen. Sie sind zum größten Teil schon neu beschlagen und das gesamte Equipment (Zaumzeug, Sattelzeug etc.) ist ebenfalls einsatzbereit. Ob das Wetter aber mitspielt ist äußerst fraglich!!!

Mit unserem Verein dem VdWI haben wir in diesem Jahre auch wieder große Pläne. Im Sommer ist ein 2-tägiges Turnier geplant und Ihr müsst natürlich alle kommen!!! Die Ausschreibung findet Ihr auf der Homepage, wo Ihr das Ganze auch als PDF findet.

Donnerstag, 8. Oktober 2009 - 10:32 Uhr
Diverse Projekte und Wanderritte

In den Wochen nach den Sommerferien haben wir diverse Projekte voran getrieben. Als erstes haben wir die Fläche hinter dem Poundpen schieben lassen und Schotter darauf verteilt. Jetzt können dort Maschinen und Pferdeanhänger abgestellt werden. Außerdem ist dort ein neuer Wendeplatz für die Pferdeanhänger entstanden, was äußerst praktisch ist.
Als nächstes haben wir uns an die Überdachung des Putzplatzes vor dem Schulpferdestall gemacht. Hier wurde schon das Holz für die Konstruktion und das Dach bestellt und jetzt warten wir auf die Anlieferung.
Eigentlich war dann auch noch der Bau von einem großen Doppelcarport geplant. In ihm sollten im Winter Maschinen und ein paar Rundballen untergebracht werden. Ob wir das allerdings noch realisieren können ist äußerst fraglich.
So wie es aussieht, sind alle Wochenenden bis Ende November mit Wanderritten, Lehrgängen, Reitkursen und Reiterferien fest verplant und in der Woche haben wir sowieso keine Zeit.
An den vergangenen Wochenenden habe ich schon 1- und 2-Tagesritte und ein Erwachsenen-Reitwochenende hinter mich gebracht. Dank der netten Gäste und dem super Wetter, war das Ganze aber ziemlich unproblematisch. Etwas Sorgen haben mir nur die extrem sommerlichen Temperaturen beim Wanderritt gemacht. Die Pferde waren schon nach einer Stunde Reitzeit klatschnass geschwitzt und ich hatte bedenken, ob es Koliken geben könnte. Leider hatte ich an den Tagen vorher auch keine Zeit zum Scheren gehabt, das wäre nämlich mit Sicherheit eine extreme Erleichterung für die Pferde gewesen. Schließlich ging dann doch alles gut und alle haben den Ritt gut überstanden.
Was die klassischen „Herbst-Koliken“ angeht, so hatten wir mit der Schulpferdestute „Glenna“ und dem Rentner „Skengur“ bisher zwei Kandidaten. Beide sind aber inzwischen wieder topfit.

Während sich die Saison 2009 auf der Zielgeraden befindet, laufen bei uns schon die Vorbereitungen für 2010. Ein neues Prospekt inkl. Termine 2010 und die „Weihnachtspost“ sind bereits in Arbeit.
Außerdem haben wir schon begonnen alles für den bevorstehenden Winter vor zu bereiten. Hierzu wurden bereits unsere großen Weidehütten ausgemistet und ein Landwirt hat den Mist schon abtransportiert. In jede Hütte haben wir dann einen Rundballen Stroh gefahren, den die Pferde dann stückchenweiße zerlegt haben. Auch der Mist von den beiden Mistplatten am Stall ist bereits entsorgt worden und in der vergangenen Woche wurde der alte Schulpferdestall gekalkt. Das Kalken machen wir jedes Jahr im Herbst und es sorgt nicht nur für einen neuen Anstrich, sondern tötet auch lästige Pilze und Parasiten ab.

Momentan stecken wir in den Vorbereitungen für die Herbstferien. In der ersten Woche habe ich 19 Reiterinnen zu bewältigen und damit habe ich ganz schön zu tun. Die gesamte Anlage muß bis zum Wochenende auf Vordermann gebracht werden und hier und da warten noch ein paar Hufeisen auf mich. Es gibt also wie immer viel zu tun.

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Letzte Änderung am Sonntag, 22. Januar 2012 um 20:39:36 Uhr.

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